Schlusswanderung, mit Aperitif,

nach Wermatswil

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Unsere grosszügige Frontsängerin bei den Wandersingers** hat, wie all die letzten Jahre, eigentlich seit der Belle Epoque, immer einen Apéritif anlässlich der Schlusswanderung organisiert. Auch heute, Mitte November, hat sie Getränke eingekauft, bezahlt und das ganze Fuder (Tische, Getränke, Apetizers usw.) nach Wermatswil gekarrt.

Sie und ich stellen oben beim Blumenwagen die Tische auf, bereiten die Mise-en-Place vor und warten auf die ca. 50 Wandervögel. Diese starteten um 09.30h vom Seequai aus und werden bald bei uns, d.h. bei den Drinks und Gebäck ankommen. Bald? Denkste! Wir zwei warten sicher eine halbe Stunde lang. Bei trockenem Wetter, Sonne, aber 2 Grad Kälte. Spaziergänger schlendern vorbei. Schauen neugierig. Stellen Fragen. Wir antworten spassig aber auch ehrlich und laden sie zu einem Gläschen Heida ein. Ein Schwätzchen hier, eines dort. Das verkürzt das Warten...

Aber jetzt erscheinen sie, unsere Wanderkollegen. Wir sehen sie von ferne. Sie sind zusammen, einem übergrossen, liegenden Hydranthen gleich bewegen sie sich kompakt, fast in Formation, vorwärts. Nicht um sich jedesmal selbst zu finden wandern unsere Freunde, nein, sondern, um sich parlierend und sportlich in sehr angenehmer Gesellschaft zu bewegen. 

Der Apéro wird geschätzt. Es wird getrunken, nicht zuviel. Smalltalk überall wird zur Königsdisziplin erhoben. Aktuelle Themen, z.B. der Supermond. Die einen haben ihn gesehen und bewundert. Na klar. Er war oder schien ja auch ca. 14% grösser und 30% heller als üblich. Auch kommt er der Erde nur 1 oder 2 mal in 100 Jahren so nahe, ca. 30000km näher. Aktuell und emotionell auch das Thema Trump. Unsere Linda weiss,dass 52% der weissen Amerikanerinnen für den Trump gestimmt haben. Erstaunlich, nicht? Mit einem Ohr vernehme ich, dass unser Gemeindepräsi krank ist und sein Amt abgibt. Ich höre heftiges Bedauern.

Natürlich werden auch all die wunderschönen, bestens organisierten Wanderungen 2016 zum Gespräch. Es waren leichte Wanderungen dabei, aber auch eher anspruchsvolle. Jedesmal hing der Himmel voller Geigen. Ich höre die Dankbarkeit aus den Gesprächen, den grossen Dank an unsere Leiterinnen und Leiter, die uns immer unfallfrei und froh zurück nach Pfäffikon gebracht haben. Es ist zum xten mal der gemütlichste Apéro, der je zwischen Biaritz und dem Ural organisiert wurde. Die Gläser sind leer und unsere Freunde spazieren gutgelaunt zum Puurehuus. Eine handvoll Kollegen räumt auf.

Im grossen Puurehuus-Saal geniessen wir bei hohem Geräuschpegel den gemischten Salat, den Braten -(zu) dünn geschnitten!- den Gratin dauphinois und verschiedenes Gemüse. War gut. Der Kafi, glingelingeling, breaking news.....wird vom Seniorenverein gestiftet. Wau! Wir klatschen ein Danke.

Es geht heimwärts.

Wir, die Guten und die Netten, bringen keine Instand-Befriedigung nach Hause, nein, sondern anhaltend tiefe Dankbarkeit. Wir dürfen morgens gesund aufstehen, dürfen Lebensfreude und Lust zum Leben tanken. Dies auch dank der Wanderleiter/innen. Als Gegenleistung schlage ich vor, ihre Namen und der unserer Leadsängerin in einem Stern zu verewigen und ihn auf dem "Walk of Fame", zwischen den Sternen von Mutter Theresa und Walt Disney, setzen zu lassen.

**KollegenINNEN, die sich während den Wintermonaten zum Singen treffen.

Sepp Siegmann


Vom Stählibuck bis Stählibuck (d.h. Thurgau pur)

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In einer eher unbekannten, aber lieblichen, Region östlich von Frauenfeld begann unsere lange, lange Wanderung. Vorerst hiess es zuerst umsteigen, umsteigen, umsteigen. In Effretikon, in Winterthur, in Frauenfeld. Nach dem obligaten Kaffee folgte schon die erste (und einzige) steile Strecke bis zum Aussichtsturm, von da an folgten flache Wanderwege durch Wald und Felder. Unsere eher kleine Gruppe wurde durch mehrere wesentlich grössere Gruppen gekreuzt, die in die andere Richtung zogen. Schulreisen waren auch da. Und wir hatten gedacht, diese Gegend sei unbekannt!

Eigentlich war es eine leichte, aber angenehme Rundwanderung, entlang einem Hügel, der die Dörfer Thundorf, Lustdorf, Wetzikon umfasste. Auf der andern Seite des Tales, aber immer auf gleicher Höhe, ging es dann wieder zurück bis zu unserem Ausgangspunkt, dem Restaurant Stählibuck. Dort hatten wir noch genügend Zeit, für einen Kaffee oder so, Das Wetter war recht angenehm, Pullover und Jacken
aber angebracht wegen der Bise. Ins Schwitzen kamen wir höchstens am Schluss beim Aufstieg zum Restaurant, draussen sitzen verhinderte nur der Wind.

Umgekehrt reisen hinderte uns nicht am Umsteigen, aber um 17:34 waren wir bereits wieder in Pfäffikon. Wir genossen eine geruhsame, leichte Wanderung und konnten die ersten Herbstfolgen sehen und spüren (viele Blätter, erste Farben, Rosskastanien am Boden). Gut organisiert von Annerös, die am Sonntag vorher extra noch einen Picknickplatz an der Sonne auskundschaftete. Es braucht wirklich nicht immer wahnsinnig abwechslungsreiche und attraktive Wanderungen, diese hat allen sehr gefallen, obwohl sie mit gut 4 Stunden eher lang ausfiel.
Wandervogel Rolf
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Rundwanderung im Prättigau vom 23. August 2016

Der Traum aller Wanderleiterinnen und Wanderleiter

p1030694bjpgEin strahlend blauer, beinahe als „kitschig“ zu bezeichnender Himmel empfängt dreiunddreissig bestens gelaunte Frauen und Männer am Bahnhof Pfäffikon. Claudia Weilenmann führt uns via Landquart, Küblis auf die Sonnenterrasse Pany. In der schattigen Gartenwirtschaft geniessen wir den Startkafi, nach welchem bei einigen schon auf der langen Anfahrt gelechzt wurde.

Dann: Stöcke präpariert und los geht’s obsi über Alpweiden mit mächtigen Wettertannen, die, könnten sie sprechen, manches zu erzählen hätten. Doch sie stehen schweigend seit Jahrhunderten... Wer nicht schwieg, war einer der Esel in einem Gehege, der uns lauthals mit seinem „ii-ja, ii-ja“ begrüsste. „Ja“ sagten wir auch gerne zu Claudias Ankündigung, nach dem zweistündigen Aufstieg im Schatten einer Alphütte sich auf den Inhalt der Rucksäcke stürzen zu dürfen. Nicht allein der Magen wurde befriedigt, sondern mehr noch das Auge: Welche Wonne das einzigartige Panorama!

Nach der wohlverdienten Stärkung und Ruhepause gings (fast) nur noch abwärts mit den muntern Vögeln. Über die Alp Bova stiegen wir in grossem Bogen hinunter zum Ausgangsort Pany, wo Zeit für den ersehnten Glacégenuss und andere Freuden blieb.

Tausend Dank an Claudia und Ruedi Weilenmann für die sorgfältig rekognoszierte und unterwegs mit klaren Informationen geführte Wanderung!

Annerös Kündig

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Eine herrliche, aber offenbar schweisstreibende Wanderung
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Zur Klippe am Rande der Freiberge

Erstmals sind die Pfäffiker Wandervögel bis in den Jura vorgedrungen. Am 16. August 2016 standen 23 aufgestellte Senioren bei schönstem Sommerwetter schon um 6.20 Uhr am Bahnhof Pfäffikon. Die Reise bis ins Innere des Juras war lang, aber abwechslungsreich. Beim Umsteigen sind die Wandervögel mittlerweile schon so geübt, dass sie zu den vier vorgesehenen Umsteigeorten noch einen fünften einbauen wollten, was aber den Wanderleitern des Guten doch zuviel war. Bei unserem Ziel angekommen, in Saignelégier, Hauptort der jurassischen Freiberge, der Franches Montagnes und bekannt durch den alljährlich stattfindenden Marché Concours der Freiberger Pferde, starteten wir nach alter bewährter Tradition mit Kaffee und Croissants und genossen den welschen Flair dieses Lokals.
Bald liessen wir Saignelégier hinter uns und stiegen langsam auf in Richtung Sommêtre Grat. Die weiten Hochebenen der Freiberge mit ihren ausgedehnten, von vielen Tannen durchsetzten Weidegebieten, übten eine grosse Anziehungskraft aus auf uns Zürioberländer. Wenn dann hie und da noch Pferde oder Kühe darauf weideten und Waldpartien oder ein frisches Lüftchen die Sommerhitze erträglich machten, dann stimmte einfach alles.
Den höchsten Punkt bei der Ruine Spiegelberg, erreichten wir auf einem engen Gratpfad auf schweisstreibenden in den Felsen eingehauenen Treppenstufen . Aber dann, was für eine phänomenale Aussicht ins Tal des Doubs und den französischen Jura! Die Hänge fallen hier fast senkrecht hinab. Einige ganz Mutige wagten sich sogar auf steilem Treppenweglein zuoberst auf den alles überragenden Burgfels. Hier lag ihnen buchstäblich alles zu Füssen. Auf der kleinen Aussichtsterrasse verzehrten wir unseren Picknick und freuten uns, Teil dieser grandiosen Juralandschaft sein zu dürfen. Auf dem Rückweg gab es einen kurzen Halt in Noirmont zur Besichtigung der sehr originellen modernen Kirche St. Hubertus. Unser Weg führte uns dann weiter zum wohlverdienten, ausgiebigen Schlusstrunk in Le Peu Péquignot und zur Station Creux des Biches, von wo aus wir uns mit dem Jurazüglein nochmals durch die so typische Juralandschaft führen liessen. Die lange Bahnfahrt zurück nach Pfäffikon schafften wir auch noch, am Schluss zwar etwas müde, aber zufrieden und aufgestellt.
Ein Hoch auf unsere Wanderleiter Jane Anderegg, Heidi Gubler und Volker Goltz und herzlichen Dank für alles. Mit viel Umsicht haben sie uns von Bahnhof zu Bahnhof gelotst und uns diesen wunderschönen Juratag geschenkt.
Claudia Weilenmann
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Sonne, See und steile Felsen

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34 gutgelaunte Wandervögel wollten sich diese leichte Wanderung entlang des Klöntalersees am 26.7. nicht entgehen lassen. Das Versprechen, dass freiwilliges Baden im See möglich sei, hat wohl dazu beigetragen. Vielleicht auch, dass man anstelle der Talwanderung nach Glarus den Bus nehmen könne.

Nach dem obligaten Kaffe draussen (unter Sonnenschirmen) begann die wirklich schöne und abwechslungsreiche Wanderung vom Anfang des Sees bis zur Staumauer. Teils breite Wege durch offene Wälder, dann immer wieder enge Passagen entlang steilen Felswänden, gesichert mit Seilen, durch und über  zahlreiche Bäche führte uns der Weg mit geringen Höhendifferenzen an Badestellen vorbei. Eine davon wurde zum Mittagshalt ausgewählt, wo doch einige Wander- zu Schwimmvögeln mutierten. Kurz vor dem See-Ende fing es an zu regnen. Hier teilte sich die Gruppe. Die richtigen Wanderer nahmen den steilen und glitschigen Weg ins Tal unter die Füsse, die anderen zogen sich ins Restaurant zurück und warteten dort auf den Bus. Beim Bahnhof Glarus fanden wir uns wieder, mittlerweile bei schönstem Sonnenschein. Der direkte Zug nach Zürich HB und anschliessend die S3 führten uns wohlbehalten zurück nach Pfäffikon.
Eine eindrückliche und empfehlenswerte Wanderung inmitten von steilen Felswänden und dem in allen Blautönen schillernden See ging so ohne Zwischenfälle und richtige Müdigkeit zu Ende, gut geleitet und vorbereitet von Jane und Heidi, wie immer.
Wandervogel Rolf


Wanderung durch die Blumenpracht des Glarnerlands


Auch eine seltene Buchen-Zahnspinner-Raupe kreuzte unseren Weg

Auch Pfäffikon hat seine Reize

Ohne jeglichen öV zu benutzen, planten Fredi und Susi Naas einen Ersatz für die ins Wasser gefallene Wanderung entlang der Landesgrenze. Sie führten uns zu einem prächtigen Picknick-Platz Richtung Wermatswil, wo bereits eine gesittete Schulklasse am Kochen war. Das Risiko in ein Unwetter mit Platzregen zu geraten, war zu gross gewesen, sodass die versprochene, lohnende Wanderung - so hoffen wir - auf später verschoben wurde. Wir marschierten vom Bahnhof nicht minder gut gelaunt der Bahnlinie entlang bis zum gemütlichen Barzloo-Stübli zum ersten Trunk. Dann ging's entlang der gepflegten Fussballfelder Richtung Wermatswil.

Angenehm kühl empfing uns der dichte Tannenwald. Beim Weiler Faichrüti ging's leicht aufwärts. Der Weitblick gegen den Pfannenstiel von Wermatswil aus war beeindruckend. Kornfelder weit und breit. Ob das naheliegende Restaurant Puurehuus nächsten Winter als Wanderziel genehm wäre, fragten wir uns. Die Wirtin würde uns auch dort herzlich empfangen. Für viel Beschäftigte steht jedenfalls eine Postautohaltestelle in der Nähe. Beim Picknick-Platz war bereits eine gesittete Schulklasse am Kochen. Auf der bereits entfachten Glut brodelten selbstgemachte  Hacktätschli, die Schulklasse legte Weggliteile dazu, so wie sich 's heute gehört, es gab Hamburger. Das Gespräch der Schüler lief stockend, doch es lief und zwar in Englisch -  eine tolle Idee der Lehrerin – Fredis Schwiegertochter – wir er mir mit Stolz erklärte. In freier Natur geht alles ringer . Mittlerweile offerierte er uns einen spritzigen gekühlten Weisswein -   Tische und Bänke unter einem Dach luden ein zum gemütlichen Schmaus,  die heisse Glut  liess die Beine der Cervelats springen. Vorsicht, ein langer Stecken wäre angebracht. Und wie das schmeckte, genau wie früher. Bedrohliche Wolken ob Russikon mahnten zum Aufbruch - doch die erste Regentropfen erreichten uns erst vor der Haustür, dann aber gross es «fadegrad» und heftig vom Himmel.
Ein gelungener Tag für alle, habt Dank Fredi und Susi, es war erholsam und einfach schön.
Susanne Gysi

Von Henggart nach Flaach

Fredy Naas, unser Wanderleiter, hatte wirklich eine gute Nase. Am Sonntag rief er alle angemeldeten Wanderer an, ob sie anstelle des Dienstags auch am Freitag kommen könnten. Die Arbeit hat sich gelohnt. Während es am Dienstag sehr kühl und regnerisch war, strahlte die Sonne schon am Morgen aus dem blauen Himmel. Warm war es auch noch, ein Idealwetter für eine einfache, relativ kurze, aber vielseitige Wanderung. Die Beteiligung war auch am ungewohnten Freitag gross. Wie immer traf sich die Gruppe von etwa 30 Wandervögel am Bahnhof Pfäffikon. Mit Umsteigen in Effretikon und Winterthur waren wir schon nach einer knappen halben Stunde in Henggart, die richtige Zeit für den obligaten Kaffee und Buttergipfel. Ohne diesen Zwischenhalt hätten viele der Wandervögel Mühe, den richtigen Schritt für die Wanderung zu finden. Das wunderbare Wetter mit Sonne beflügelte alle, die abwechslungsreiche Landschaft mit ganz unterschiedlichen Kulturen am Wegrand, vielen Blumen und Schmetterlingen, hellgrüne bis dunkelgrüne Wälder und offene Landstriche mit Aeckern und Bächen zeigte uns ein eindrückliches Bild von einer bäuerlich intensiven Nutzung des Bodens.Die ganze Gruppe genoss diese meist flache und anspruchslose Wanderung mit immer wieder neuen Bildern. Per Zufall konnten wir sogar unseren Mittagshalt an einem Bach komfortabel auf gefällten Bäumen einnehmen.

Die restliche Wanderung führte uns dann zum imposanten Schloss Eigental, wo jeder sich vorstellen könnte, da zu wohnen. Der Tobelweg durch eine wilde Tobellandschaft mit einem Bach (und Schatten) brachte uns schnell zur Untermühle oberhalb von Flaach. Eine ausdgedehnte Pause in einem charmanten Restaurant mit Sonnenterrrasse war die Krönung. Da wir immer noch genügend Zeit hatten, führte uns der Wanderleiter noch kreuz und quer durch Flaach, wo einige sogar noch ganz frische einheimische Spargeln kaufen konnten. Wieder einmal staunten alle, wie vielfältig die kleinen Dörfer mit ihren sehenswerten Bauten so nahe bei Pfäffikon zu besichtigen sind. Es ist wirklich erstaunlich, wie es den Wanderleitern immer wieder gelingt, eindrucksvolle Wanderungen zu generieren, die erst noch einfach sind und trotzdem neue Eindrücke bieten, ohne lange Anfahrten. Bei solchem Wetter war diese Wanderung ein Riesengenuss. Danke Fredy und Susanne Naas. Wir hatten das Glück, in letzter Zeit mehrere solcher Touren in der vielfältigen Natur in der Region zwischen Winterthur und Schaffhausen mitzumachen, eine Region, in der ich mich als Schreibvogel bisher überhaupt nicht auskannte, die ich aber mittlerweile lieben gelernt habe. Für mich sind solche einfache Wandrungen ohne grosse Steigungen, aber mit so vielen Ausblicken über unsere schöne Schweiz eine Garantie für wundervolle Tage.

Rolf Zwahlen



Ein Lied ging um die Welt...

Es gab allerhand zu sehen: das Schloss Eigental

Impressionen von der Blueschtwanderung im Baselbiet

300 Stufen wollten bewältigt sein

Frühlingswanderung rund ums Rafzerfeld

E-mail erhalten am 21. März: "Wanderung findet statt. Es wird kalt sein. Schal, Handschuhe, wattinierte Unterkleider, Kappe werden nützlich sein." Die Meteorologen haben sich gründlich getäuscht. Am 22. März scheint die Sonne. Den ganzen Tag. Die Temperatur steigt auf 14 Grad...

Die erste Wanderung dieses Jahr. Wau! Besammlung am Bahnhof, nicht zu früh. Stimmung gut bis überbordend, erwartungsvoll. Die Gesichter signalisieren Wanderlust, Energie und full Power. Los gehts. 32 aus Leidenschaft Wandernde werden mit der S-Bahn via Zürich nach Hüntwangen, äusserer Zipfel des Kt. Zürich, gekarrt. Der Bahnhof, ausserhalb des Dorfes gebaut, nötigt uns, eine rechte Strecke bis zur Kafi/Gipfeli-Beiz zurück zu legen. Angenehm ist`s drinnen, mit einer jungen, sehr effizient arbeitende Angestellten.

Wir nähern uns spazierend Wil bei Rafz im Bezirk Bülach. Gemütlich, denn wir haben Zeit, viel Zeit. Die Sonne wärmt. Eine Besichtigung der neuerbauten ref. Kirche. Wir treten ein. Ich finde den Innenraum ein bisschen kahl. Spüre ich seine sakrale Seele? Vielleicht beim nächsten Besuch, den es nicht geben wird. Wir sitzen auf die Bänke. Barbara, unsere Frontsängerin, stimmt das "Dona Nobis Pacem" an und rudert mit den Armen den Takt. Ein Kanon. Es tönt gut, anfangs, dann verknoten sich die Stimmen und verwehen. Welches Lied sollen wir nun singen? Eine Frage, die Rosmarie beantwortet. Sie stimmt ein bekanntes Kirchenlied mit schöner Stimme  an. Ueli begleitet sie. 3 oder 4 Stimmen unterstützen die beiden. Leise bis Ende 1. Strophe....Wir  verlassen die Kirche. Weiter gehts Richtung Rafz ins Restaurant um zu schmausen. Und, glaubt mir, wir werden richtig Schmausen können: Gemischter Salat mit 2erlei Saucen, Spaghetti Napoli, eine gute Portion, anschliessend auf jedem Tisch eine grosse Platte mit Spaghetti Pesto. Als Abschluss ein Dessert für Götter. 100 Punkte bekommt der Gasthof von mir. Nicht nur von mir. (Jane, das war eine brilliante Idee!)

Die Restwanderung führt uns über gehfreudige, mit trockenem Laub bedeckten Pfaden, auf den Aussichtshügel, zu Punkt 500. 

Das Dorf Rafz mit seinen ca. 4000 Einwohner zu unsern Füssen. Ein Dorf, das zusammen hält, das nicht ausfranst, ein Dorf, wo jedes Haus am richtigen Platz steht. Der Blick erkennt das Rafzerfeld, früher die Kornkammer von Zürich. Der Blick sieht auch das Kieswerk und das kilometerlange Förderband. Beides ist für ein ästhetisch geschultes Auge unpassend, unschön in dieser ruhigen, erholsamen Gegend. Aber es bringt Wohlstand.. Fotos werden geknipst. Wir haben Zeit. Die Sonne wärmt immer noch, obschon hier oben die Bise den Spielverderber spielen möchte. Es gelingt ihr nicht, bei weitem nicht.

Der Rest ist schnell erzählt. Vielleicht noch dies:  Unsere Kolleginnen erspähen hin und wieder Frühlingsblumen, bleiben stehen, bewundern, kommentieren und fotografieren. Und wir Mannen? Wir gehen mit einem "jo, sind schöö...." weiter. So sind halt Männer... Die S-Bahn besteigen und wieder über Zch HB nach Pfäffikon. War ganz einfach ein toller Tag. Auch dank unserer Jane, unserer Kullanmuru, die diese Frühlingswanderung alleine, ohne Copilot geführt hat. Dies mit bemerkenswert wohltuender, kameradschaftlicher und zurückhaltender Bestimmtheit. Danke, liebe Jane.   

Sepp Siegmann

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